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Einige Daten aus der Judogeschichte

Die Wurzeln reichen bis in die Anfänge der chinesischen Kultur.

Aus den uralten chinesischen Kampf- und Kriegskünsten, die in ihrem Ursprung oft bestimmten Tierbewegungen nachempfunden waren, wurden Bewegungsabläufe der Verteidigung und des Angriffs entwickelt, die oft als geheimes Wissen nur Auserwählten weitergegeben wurde.

Wahrscheinlich in der Narna Periode 654 bis 794 in der vieles aus der chinesischen Tang Dynastie in die japanische Samuraikultur übernommen wurde, fanden einige dieser Kampfformen ihren Weg nach Japan.

Seit dem 16. Jahrhundert ist Jiu-Jitsu bzw. Ju Jutsu als Kriegskunst bei den Samureis bekannt und wurde ebenfalls als Geheimwissen weitergegeben und weiterentwickelt.

1860 20.Oktober, Jigoro Kano wird geboren. In Mikage bei Kobe, in der Präfektur Kyugo.Als drittes von 5 Kindern, in einer der reichsten Familien des Ortes.
1869 erfolgt der Umzug nach Tokio.

1877 bis 1880 Jigoro Kano wurde von Meister Fukuda Hachinosuke als Schüler aufge-nommen; er war Meister der von Iso Mataemon gegründeten Ju Jutsu Schule des "Tenshin Shinyo ryu", (vor allem "Atemi-", "Osae-" und "Shime-"Techniken).
Seine Übungsform war das Randori.

1880 bis 1881 Jigoro Kano wurde Schüler von Meister Iso Masatomo dem Sohn von
Iso Mataemon, der seinen Übungsschwerpunkt in die Ausführung der Kata legte, was nicht verwundert, war er doch schon 62 Jahre alt

1881 bis 1882 Jigoro Kano wird Schüler des Meisters Tsunetoshi Iikubo einem Vertreter der "Kito ryo" Ju Jutsu Schule. Diese sehr alte Ju Jutsu Schule begründete sich vor alem auf die Ausführung von 5 verschiedenen Katas, die später von Jigoro Kano im Kodokan weiterentwickelt wurden. Ihr 5. Grossmeister Terada Kanemon prägte den Begriff Judo für sein System, das neben den Kampftechniken auch eine geistige Erziehung betonte. Unter Jigoro Kano wurde daraus der Leitsatz von
"Einheit von Körper und Geist"

1876 bis 1902 der deutsche Gelehrte, Geheimrat Professor Dr.Erwin Bälz,
ein Mediziner, der der deutschen Turnbewegung angehörte und an der
kaiserlichen Universität in Tokio unterrichtete, wurde Schüler des Kenjutsu Meisters Sakakibara und des 70jährigen Ju Jutsu Meisters Totsuka. Er unterstützte seinen Studenten Jigor Kano nach besten Kräften und war damit einer der Geburtshelfer einer neuen Sportart

1882 Jigoro Kano,
gründet in Tokio den "Kodokan":
"Schule zum Studium des Weges" bzw. "Dojo", "Der Ort zum Üben des Weges".
Er entwickelt aus dem Ju Jutsu durch entfernen von gefährlichen und verletzungs-trächtigen Selbstverteidigungstechniken eine Zweikampfform die einen sportlichen Wettkampf ermöglicht. Den Begriff Kodokan entlieh er sich von einem altem Institut in dem zu beginn den 19.Jahrhunderts die Geistigen Grundlagen geschaffen wurden die später zur Meiji Restauration führten.
Gleichzeitig mit der sportlichen Ertüchtigung sollte nach seiner Auffassung eine geistige Entwicklung einhergehen, die zur Ausbildung einer Persönlichkeit führt,
auf buddhistischer Grundlage, als Beitrag zum gesellschaftlichen Leben.
Die "Einheit von Körper und Geist" sollte oberstes Ziel eines jeden Judoka sein.

1901 In London wird erstmals im Variete durch japanische Sportler Jiu Jitsu in Europa bekannt gemacht.

1906 Agitaro Ono,
wird in der preussischen Armee eingestellt.
Vier weitere Japaner kommen nach Deutschland, Katsuguma Higashi, Jukio Tani, Raku Uynichi und Taro Mayaki, sie alle unterrichten Jiu Jitsu.
Erich Rahn
ihr bedeutendster Schüler gründet in Berlin die erste deutsche Jiu Jitsu Schule.

1914/18 In der Zeit des ersten Weltkrieges finden keine Aktivitäten in der Jiu Jitsu-Bewegung statt.

1922 Alfred Rhode
gründet den ersten deutschen Jiu Jitsu Club Frankfurt am Main.
es folgen noch im selben Jahr der 1.Berliner Jiu Jitsu Club und die Jiu Jitsu Abteilung des Polizeisportvereins Frankfurt am Main
Erich Rahn gewinnt gegen den Münchner Reuter die erste deutsche Professional Meisterschaft in Berlin

1924 Walter Strehlow
wird Vorsitzender des neu gegründeten Reichsverbandes Jiu Jitsu.

1925 - der Reichsverband wird ins Vereinsregister eingetragen Trennung von Berufs- und Amateursportlern, die Berufssportler werden aus dem Verband ausgeschlossen.

1926 - alle Verbands- bzw. Clubmeister werden berechtigt farbige Gürtel zu tragen. Vorschriften darüber gibt es aber nicht.
- erste deutsche Einzelmeisterschaft im Jiu Jitsu im Rahmen der ersten deutschen Kampfspiele.

1929 Ju-Do, erste internationale Judo-Kämpfe in Frankfurt, zwischen dem Budokwai London und dem 1.deutschen Jiu Jitsu-Club Frankfurt am Main, mit einer gemeinsamen Regelabsprache zwischen Meister Koizumi und Marcus Kaye für London und
Alfred Rhode, Edgar Schäfer u. Philip Breitstadt für Frankfurt, dabei stellten sich heraus, dass, das bis dahin betriebene Jiu Jitsu sich für einen Vergleichswettkampf gar nicht so gut eignete, da es hauptsächlich auf Selbstverteidigung ausgerichtet war.

1932 1. internationale Judo-Sommerschule, 07. bis 12. August
in Frankfurt unter Leitung von Alfred Rhode, der sich vor der Ausrichtung mit einem direktem Schriftwechsel über Grundsätze und Gedanken von Herrn Professor Jigoro Kano über Judo informierte, um in diesem Sinne die Lehrgänge durchzuführen.

Lehrer: Koizumi, Prof. Tani beide London,
Prof. Ishiguro aus Paris,
Dr. Kitabatake aus Berlin

bis 1939 gab es jährlich eine in der ersten Augustwoche durchgeführte Sommerschule

11.08.1932 Gründung des "Deutschen Judo Ring"

1.Vorsitzender Alfred Rhode
Gründung der "Europäische Judo Union", Leitung: Budokwai London.

1933 Jigaro Kano kommt nach Deutschland und hält mit seinen Schülern Dr. Takasaki, Kotani und Dr. Kitabatake vom 11.07. bis 22.07. in Berlin und vom 11.09. bis 18.09. in München zwei Lehrgänge ab

1934 1.Europa-Einzelmeisterschaft im Kristallpalast in Dresden

1945 bis 1948 Verbot der Kampfsportart Judo durch die Alliirten.

1952 20.09. Gründung des deutschen DAN-Kolegiums in Stuttgart
1.Vorsitzender Alfred Rhode

1953 08.08. Gründung des deutschen Judo-Bundes (DJB)
1.Vorsitzender ist Heinrich Frantzen
Er umfasste zunächst die Landesverbände Nord-, Westdeutschland und Berlin
mit 66 Vereinen.

1957 wird für 4 Jahre Präsident der Europäischen Judo-Union

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