„Allhier werden drey preu (Brauer) in den thurm gesperrt, weil deren plempel nit zu trinken war“ Einen interessanten und kurzweiligen Vortrag über das Nürnberger Brauwesen gab Ludwig Engelhard. Die Entstehung der Braukunst in der Zeit von 2000 v. Chr bis heute wurde in Bildern und Worten leicht verständlich erklärt. Erste Gesetze über Bier erließ bereits 1700 v. Chr. Hammurabi, König von Babylon. Bevor Herzog Wilhelm IV 1516 das Bayerische Reinheitsgebot erließ, gab es bereits Reinheitsgebote in Augsburg 1156, München 1363 und in Nürnberg 1393. Für Erheiterung sorgten Geschichten und Kuriositäten über die Wirkung des Bieres. Viel Beifall gab es am Ende von den ca. 70 Zuhörern für diesen wissenswerten und heiteren Vortrag Rezepte· Einfaches Hopfenbier (Hausfrauenrezept): 500 g braunen Zucker mit 2 Liter Wasser und frischen Hopfenblüten 30 Minuten köcheln abseihen abkühlen und Hefe dazugeben, nach 8 – 14 Tagen fertig | | | Ø Biersuppe: Ein Löfflein voll Mehl mit 2 zwey Eidotter und einem Quart guter Milch angerührt. Ein Seidlein helles Bier dazugetan und Zucker und Zimmeth nach Gutdünken. Solches lässt man unter beständigem Umrühren ein paar Wall thun und richte es über würflicht geschnittenes weisses Brot an. |
 | |  | |  | Brauender Mönch | | Lederer | | Brauerei |
Das Bier (Joh. Conrad Grübel; 1736 - 1803)Ich hob mei Lebtoch hörn song, des Wasser macht an bleiden Mong und tou doch suviel Leit etz kenna, die dauernd Wasser trinken denna.
Sie song, dass su gsund soll sein, ich aber siech des Ding net ein! Ich moch des Wasser net im Schouh, viel wenger wenn es trinken tou,
Es rumplt mir scho glei der Mong, er will ka Wasser net vertrong. Des Böier – aber nemmt er oh, suviel als wie i trinken ko.
Des Wasser is halt greili dünn, ich find ka Farb kann Gruch net drin. Sicht net a Glos brauns Böier schoi, wenns eigschenkt afn Tisch tout stöih?
Des Böier schmeckt halt immer gout, im Winter wenn mers wärmer tout, im Summer frisch vom Köller her, wüßt net, wos wos bessers wär.
Es mouß scho in der Welt su sein, an schmeckt des Böier an der Wein, der trinkt an Branntwein, der Kaffee, der Schokoladi, der an Tee
doch der vom Wasser leben koh, der bringt es maste Geld dervo. (Wenn mir einer gesagt hätt, dass man Wasser auch Trinken kann, dann hätt ich noch mein Hof, hat der Bauer gsagt ...)
| |
|