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Chronik der Kegelabteilung
Begonnen hat es am Stammtisch des alten Sportheims im Jahre 1965 ! Der damalige und unvergessene 1. Vorsitzende des TSV, Jakob Babel, und der Fußballer Alfred Lotz, der nebenbei noch irgendwo als Sportkegler tätig war, faßten den Entschluß, eine Kegelabteilung im TSV zu gründen.
Die einzige (dies ist auch wörtlich zu nehmen) Kegelbahn im Umkreis gab es in der Schulturnhalle in Fischbach, die sogleich von der damaligen Gemeinde Fischbach an einem Abend in der Woche gemietet wurde. Nach wenigen Wochen hatte sich die Abteilung stabilisiert, sodaß folgende Abteilungsmitglieder als Kegler der ersten Stunde anzusehen sind:
Alfred Lotz, Karl Albrecht, Bruno Bogner, Kurt Ficht, Rudi Ficht, Willi Hofmann, Ludwig Lemmermeier, Hans Lengenfelder, Franz Müller, Hans Pirzer, Herbert Pösold, Günther Ruhland, Sepp Rupprecht, Heinz Sauer, Erwin Schreiner, Georg Schramm und Gustav Weidmann.
Erster Abteilungsleiter wurde Georg Schramm, damals bereits ein bekannter und erfolgreicher Sportkegler; übrigens neben Alfred Lotz der Einzige, der überhaupt eine Ahnung vom Kegelsport hatte. An reines Sportkegeln dachte zu diesem Zeitpunkt außer Georg Schramm noch niemand und dieser fand deshalb reichlich Gelegenheit, sich die Haare zu raufen, wenn die anderen Kegler die Sache mit der Kugel nicht so ganz ernst nahmen. Über die sonstigen Tätigkeiten dieser Truppe sollte man das Deckmäntelchen der Nachsicht hängen.
Alsbald wurden die Ehefrauen in den "Kegelbetrieb" mit einbezogen, wodurch die gesellige Komponente noch mehr in den Vordergrund trat. - Eine unvergeßliche Zeit für alle Beteiligten !
Der Umbruch kam im Jahre 1970 mit dem Bau des neuen Sportheims. Nach langen Diskussionen wurde von der damaligen Vorstandschaft des TSV beschlossen, eine 4-Bahnen-Anlage in den Sportheimbau zu integrieren. Damit ergab sich zwangsläufig die Notwendigkeit, eine Sportkegelabteilung aufzubauen. Da nur wenige Sportkameraden der bisherigen Abteilung Lust verspürten, in das Lager der Sportkegler zu wechseln, konnte der damalige Abteilungsleiter Herbert Pösold den zu diesem Zeitpunkt bereits unter der Leitung von Günter König am Sportkegelbetrieb teilnehmenden SKK Fischbach dazu überreden, ab der Saison 1971 / 72 unter dem TSV Altenfurt in den Spielbetrieb einzusteigen. Im September 1971 wurde mit zwei Herrenmannschaften der Spielbetrieb in den Kreisklassen C und E aufgenommen. Die ersten "echten Sportkegler" des TSV (alle kamen vom Sportkegelklub Fischbach) waren:
Günter König, Alfred Diringer, Luigi Fabbricatore, Werner Fischer, Kurt Hunnebald, Fritz Lorenz, Ronald Siebenlist, Heinz Schweigert und Klaus Stumpf.
Unter Sportwart Günter König erfolgte der Startschuß zu einer erfolgreichen Zeit für unsere Sportkegelabteilung. Gleichzeitig wurde unmittelbar nach Beginn des Sportkegelbetriebes die Initiative von Günther König eine Jugendabteilung aufgebaut. Unter der Leitung von Sigmund Eckert und später unter Rudi Stark stellte der TSV Altenfurt zeitweilig die stärkste Jugendabteilung innerhalb des Vereins Nürnberger Sportkegler. In der Bayernliga- und der Bezirksliga-Jugend des Vereins Nürnberger Sportkegler waren sowohl bei der männlichen als auch bei der weiblichen Jugend unsere "Cracks" ein fester Bestandteil. Anfang der 80-iger Jahre stellte der TSV sogar eine eigene männliche Bezirksligamannschaft.
Auch bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften waren Jugendliche vom TSV vertreten:
1975 Norbert Wild 1976 Birgit Abraham und Manuela Werner 1977 Thomas Schneider
Noch heute stellen die Jugendlichen von damals den Stamm unserer Herrenmannschaften ! Allerdings zogen sich auch viele Jugendliche, wie bei anderen Sportarten auch, nach Ablauf des Jugendalters vom Kegelsport zurück. Aus zweierlei Gründen mußte schließlich die Jugendarbeit beim TSV eingestellt werden: Erstens fehlte es an geeigneten Übungsleitern und zweitens waren kaum noch Jugendliche für den Kegelsport zu gewinnen.
Zum Auftakt unserer Sportkeglertätigkeit konnten wir auf den neuen Bahnen den zu der Zeit amtierenden deutschen Meister "Gut Holz Nürnberg" zu einem Freundschaftsspiel gewinnen, der mit 5126 : 4774 für die Gäste endete (für den TSV kegelten: König, Degen, Hutzler Fritz, Diringer, Fabbricatore, Schweigert).
Bereits im ersten Jahr konnten beide Mannschaften den Aufstieg feiern. Durch bemerkenswerte Neuzugänge in der Folgezeit, wie den unvergessenen Hans Glück, aus der Handballabteilung des TSV z.B. Manfred Hammer, Bernd Haberhauer, Norbert Kniewasser, später Manfred Schneider, Kurt Reinfelder, Erwin Vogt, Peter Heinkel, Alfred Kusik, Fritz Messinger, Gerd Schlemmer, Wolfgang Mühlbauer und Zugänge aus der eigenen, inzwischen gegründeten Kegeljugend, konnte die Spielstärke von Jahr zu Jahr deut- lich gesteigert werden:
1973 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Kreisklasse A. 1974 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse C.
1975 10-jähriges Bestehen der Kegelabteilung mit einem Jubiläumsfreundschaftskampf gegen "Gut Holz" Nürnberg (4844 : 5185), Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse B.
1977 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse A.
1980 die Bundesligamannschaft "Matador Berlin" zu einem Freundschaftsspiel, mit 5167 : 4756 von uns gewonnen, in Altenfurt (für den TSV kegelten: Vogt 875, Haberhauer 870, Hammerer 807, Wild Norbert 814, Schneider 878, Hammer 923).
1981 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse.
1982 Bahnrekord durch Manfred Hammer mit 521 Holz im Freundschaftskampf gegen "Germania Regensburg".
1983 "Matador Berlin" wiederum zu Gast in Altenfurt. Mit dem Bahnrekord und Weltklasseergebnis von 5681 : 4821 wurde Berlin deklassiert (für den TSV kegelten: Vogt 993, Haberhauer / Wild Alex 879, Heinkel 967, Schneider 874, Hammer 964, Hammerer 1004).
1983 Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die Landesliga.
1984 Trotz teilweise hervorragender Spielergebnisse (vor allem auswärts, da wir mit den inzwischen renovierten Heimbahnen noch nicht zurecht kamen) konnte die Landesliga leider nicht erhalten werden.
Durch die Erfolge der Sportkegler blieb es nicht aus, daß sich alsbald einige Damen zusammenfanden und es den Männern zeigen wollten. 1972 wurde erstmals eine Damenmannschft für den Punktspielbetrieb gemeldet. Die Damen der ersten Stunde waren: Heidi Babel, Tina Böhm, Renate Boscher, Edda Einhäupl, Christa Kniewasser, Traudl König, Waltraud Messinger und Helga Ruhland.
Wie bei den Herren erfolgten auch hier bemerkenswerte Neuzugänge und unter der sportlichen Leitung von Fritz Messinger verlief die Entwicklung ebenso erfolgreich wie bei den Sportkeglern:
1973 Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die Kreisklasse. 1977 Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die Bezirksklasse. 1981 Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die Bezirksliga. 1981 Aufstieg der 1. Damenmannschaft in die Bezirksliga. 1983 Die 1. Damenmannschaft wird mittelfränkischer Bezirksligameister.
1984 Nachdem 1983 der Aufstieg um 2 Holz verpaßt wurde, belegt die 1. Damenmannschaft in den Auf- stiegsspielen den 1. Platz vor Regensburg und Naila und steigt in die Landesliga auf. Den Aufstieg schafften: Heidi Babel, Uschi Heger, Franziska List, Sybille Muckenthaler, Martha Reinfelder, Helga Ruhland, Erika Werner und Manuela Werner.
1987 Abstieg der 1. Damenmannschaft aus der Landesliga (durch krankheitsbedingte Ausfälle war die Leistungsstärke nicht mehr zu halten).
Auch verschiedene Einzelleistungen unserer Sportler verdienen es, erwähnt zu werden ! So hatten Günther König und Manfred Hammer mehrere erfolgreiche Einsätze in der Bundesligamannschaft des Vereins Nürnberger Sportkegler, die damals führend in Deutschland war. Hans Glück war mit der Senioren-A-Mannschaft des Vereins Nürnberger Sportkegler Deutscher Meister ebenso wie Wolfgang Mühlbauer in der Versehrtenklasse. Leider haben uns beide, ebenso wie unser ehemalige Abteilungsleiter Peter Heinkel, viel zu früh für immer verlassen. Bei den Damen brachte es Manuela Anders, geb. Werner, zur Bayerischen Meisterin des Juniorinnen und ebenso Rosi Mühlbauer in der Versehrtenklasse.
Damit war der absolute Höhepunkt für unsere Sportkeglerinnen und Sportkegler aber bereits überschritten. Leider konnte dieses sportliche Niveau durch verletzungsbedingte Totalausfälle, durch daraus folgende Abwanderungen, aber auch durch fehlenden Nachwuchs nicht gehalten werden. Diverse Abstiege waren die natürliche Folge.
1995 - 2005: Zum Glück hat sich die Situation nach Jahren ohne Jugendarbeit dann wieder geändert. Zwischen 1995 und 2004 versuchte unser ehemaliger Jugendleiter Klaus Heger mit unermüdlichen Einsatz, eine eigene Kegeljugend aufzubauen. Diese Arbeit führten ab 2004 unsere Sportwarte Klaus Hengl und Charly Pickel weiter. So starteten damals mehrere Jugendliche vom TSV in den Mannschaften des Vereins Nürnberger Sportkegler.
Und ihre Arbeit trug Früchte, denn mit Michael Ritter, Jörg Endress, Holger Herdegen und Daniel Hofesmann, sowie Jessica Sternberg spielten einige während und nach der Jugend noch in unseren Vollmannschaften.
2007 - 2011: Leider haben uns diese ehemaligen Jugendlichen mittlerweile aber doch verlassen und so dümpelten die Herren mit einer Mannschaft, die mangels Spieler manchmal gar nicht antreten konnte, in den Tiefen der Kreisklasse herum, während sich die Damen beachtlicherweise seit langem in der Bezirksliga halten.
Die Zukunftsaussichten für 2011/2012 Seit langem besteht nun erstmals die Hoffnung, aus dem Tief herauszukommen, denn wir haben eine echte Verstärkung erhalten. So konnten wir für die kommende Saison vom SKK Obilic, der das Kegeln eingestellt hat, einige Kegler von höchstem Niveau gewinnen, die unsere Herrenmannschaft mit Sicherheit gewaltig verstärken werden. Auch der Unterbau wird verstärkt werden, da sich erstmals seit Jahren die Chance ergibt, mehr als eine Herrenmannschaft zu melden. Möglicherweise auch in Verbindung mit den Damen, welche auch einige Neuzugänge zu verzeichnen haben.
Es bleibt also zu hoffen, daß wir auch wieder einmal in höhere Regionen vorstoßen können. Privatkegler Aber in der Kegelabteilung wurde nicht nur sportlich gekegelt, sondern, wie bereits eingangs ausgeführt, auch die sogenannten "Privatkegler", bestehend meist aus Gründungsmitgliedern höheren Alters sind immer noch sehr aktiv. Allerdings wurde im Jahr 2004 aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen das Kegeln nach fast 40 Jahren ad acta gelegt. Die Kameradschaft und der Zusammenhalt in dieser Gemeinschaft nach so langer Zeit ist wirklich bemerkenswert und drückt sich nach wie vor in diversen Veranstaltungen und Busausflügen aus.
Die Abteilungsleiter Ein Bericht über die vergangenen Jahre einer Abteilung ist aber nicht komplett ohne eine Zusammenstellung der Abteilungsleiter, die uns Kegler in all den Jahren ertragen mußten und die Arbeit für uns machten ("natürlich, wie überall, ohne Dank, dafür immer mit viel Kritik"):
1965 Alfred Lotz 1965 - 1967 Georg Schramm 1967 - 1974 Herbert Pösold 1974 - 1975 Hans Glück 1975 - 1979 Marga Pösold 1979 - 1980 Alfred Kusik 1980 - 1987 Fritz Hammer 1987 - 1993 Herbert Pösold 1993 - 1994 Peter Heinkel 1994 - 2005 Manfred Hammer 2005 - 2007 Heinz Schweigert 2007 - 2009 Klaus Hengl 2009 - 2011 Sandy Gallus seit 2011 erneut Heinz Schweigert in Zusammenarbeit mit Peter Ruhland
Zu erwähnen ist noch, daß man nicht nur in der Vereinszeitung Berichte über die Kegelabteilung nachlesen konnte, sondern auch die Presse nahm Notiz von der "Randsportart Kegeln" im TSV. Zum Abschluß sei noch erwähnt, daß auch in der Kegelabteilung die vergangenen 40 Jahre nicht nur erfreuliche Dinge mit sich gebracht haben, sondern, wie im richtigen Leben, auch sehr traurige Momente. Deshalb möchten wir an dieser Stelle an alle unsere verstorbenen Abteilungsmitglieder erinnern; wir werden sie ganz bestimmt nicht vergessen !!!
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